Städtische Betriebswerke Luckenwalde GmbH startet mit Inbetriebnahme des modernisierten BHKW in das Jubiläumsjahr

Als erster Höhepunkt im Jubiläumsjahr des 20-jährigen Bestehens der Städtischen Betriebswerke wurde am 07.01.2014 im Beisein der Bürgermeisterin von Luckenwalde, Frau Herzog von der Heide, Vertretern der beteiligten Baufirmen und Mitarbeitern das modernisierte BHKW am Kirchhofsweg 6 mit einem symbolischen Knopfdruck in Betrieb genommen.

„Damit endet offiziell ein Projekt, dass uns 32 Monate von der ersten Überlegung bis zur Inbetriebnahme beschäftigt hat“, so Christian Buddeweg, Geschäftsführer der Städtischen Betriebswerke.

Rund 2,2 Mio. Euro sind planmäßig in die Modernisierung geflossen, um die Kunden in Luckenwalde weiter stabil mit Wärme und selbst produziertem Strom zu beliefern. Der Gesamtwirkungsgrad der Anlage hat sich um rund 4% gegenüber der alten Technik verbessert. Das bedeutet letztlich auch 4% weniger CO2 Emissionen bei gleicher Produktionsmenge von Strom und Wärme. Damit leisten die Städtischen Betriebswerke Ihren Beitrag zu den Zielen des Klimaschutzprogramms der Stadt. Höhere Effizienz bedeutet auch dämpfende Effekte auf die Endkundenpreise in Zeiten steigender Energiekosten.

„Wir sind stolz, dass es gelungen ist, alle Leistungen des Projektes, die außerhalb der Verantwortung des Generalauftragnehmers lagen, termintreu mit Firmen aus der Region abzuarbeiten“ freut sich Buddeweg. Eine Zusammenarbeit mit kurzen Wegen ist nach seiner Ansicht ein wesentlicher Bestandteil für effiziente Ergebnisse.

Viele Mitarbeiter, die 1994 zur Aufnahme des Geschäftsbetriebes mit den Städtischen Betriebswerken angefangen haben, sind noch heute im Unternehmen beschäftigt. Zusammen mit denen, die inzwischen im Ruhestand sind, wurde in der Vergangenheit ein solides Fundament geschaffen, auf dessen nunmehr 20-jähriger Basis optimistisch in die Zukunft geschaut wird.


Neues BHKW an der Berkenbrücker Chaussee

Die SBL produziert an der Berkenbrücker Chaussee jetzt nicht nur Wärme, sondern auch Strom. Möglich macht das ein modernes und hocheffizientes Blockheizkraftwerk.


Ökologisch, transparent und sicher – das beschreibt die Philosophie der SBL für ihre Energieversorgung und Dienstleistungen. Dazu passt das neue Blockheizkraftwerk (BHKW) an der Berkenbrücker Chaussee, das am 25. Oktober 2016 nach knapp sieben Monaten Bauzeit in Betrieb gegangen ist. Bislang versorgte dort ein Heizwerk die SBL-Kunden mit Fernwärme, jetzt erzeugt das BHKW Wärme und gleichzeitig Strom. 10 Mio. kWh Wärme und 8,5 Mio. kWh Strom soll die neue Anlage pro Jahr liefern. Möglich machen das 1,56 MW elektrische und knapp 1,7 MW thermische Nennleistung. Mehr als 1,7 Mio. Euro haben die Städtischen Betriebswerke in die moderne Technik investiert.


Auch wenn sich an der Bauhülle wenig geändert hat, hinter den Fassaden kommt für die Energiegewinnung jetzt hocheffiziente Technik zum Einsatz. Herzstück der neuen Anlage ist ein Modul namens TCG 2020 V16 der Marke MWM. MWM wurde 1871 von Carl Benz in Mannheim gegründet und firmiert heute unter Caterpillar Energy Solutions. Dieses Modul nutzt das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und wandelt Erdgas gleichzeitig in elektrische Energie und Nutzwärme um. Von dieser Kombination leitet sich auch die Bezeichnung BHKW ab: Alle notwendigen Komponenten – Motor, Generator, Wärmetauscher – sind in einem kompakten Gehäuse zu einem Block zusammengefasst. Der Gasmotor treibt den Stromgenerator an, und der angekoppelte Wärmetauscher ermöglicht die Rückgewinnung der Wärmeenergie aus Abgas, Motorabwärme und Ölkreislauf.


Ökologisch ist dieses Verfahren äußerst sinnvoll, weil deutlich weniger Verluste auftreten als bei der getrennten Erzeugung von Strom und Wärme. Dadurch ist das Prinzip auch wirtschaftlich attraktiv, es gilt nicht umsonst als der effizienteste Weg zur energetischen Nutzung von Brennstoffen. Der Gesamtwirkungsgrad des neuen BHKW an der Berkenbrücker Chaussee liegt bei sehr guten 88,12%. Der Wert ergibt sich durch die Addition von elektrischem und thermischem Wirkungsgrad. Diese Wirkungsgrade sagen aus, wie viel Prozent der eingesetzten Energie in Strom und wie viel in Wärme umgesetzt wird – an der Berkenbrücker Chaussee liegt der elektrische Wirkungsgrad bei rund 40% und der thermische Wirkungsgrad bei etwa 48%.


An das Kraftwerksgebäude hat die SBL eine neue 20-kV-Trafostation angebaut. Darin wird die vom BHKW erzeugte elektrische Energie auf die im Niederspannungs- beziehungsweise Ortsnetz verwendeten 400/230 V zur Versorgung der Stromkunden umgewandelt. Des Weiteren ist noch eine Schaltanlage für das neue BHKW installiert worden. Sie umfasst die Energieverteilung in der Mittel- und Niederspannungsebene sowie die Regel- und Steuerungstechnik.